Lise Meitner

Genie im Schatten der Nobelpreisträger
Ein facettenreiches Solo-Stück über die Pionierin der theoretischen Physik
von und mit Bettina Schinko
Gastspiel
Society Players / theater hautnah e.V.

Foto: Roland Spratte

Lise Meitner war die zweite Frau, die an der Akademie der Wissenschaften in Berlin studierte und am Kaiser-Wilhelm-Institut forschte. Erst 1909 öffneten sich die Berliner Forschungsinstitutionen offiziell für Frauen.
In den 1920er und 30er Jahren trat sie selbstverständlich neben Albert Einstein, Max Planck und Otto Hahn auf. Die zierliche Frau aus Wien, die vor allem von schwarzem Kaffee und Zigaretten lebte, interessierte sich für Radioaktivität. Zusammen mit Otto Hahn erforschte sie ab 1907 die Welt der Physik, obwohl Frauen an der Akademie der Wissenschaften zu der Zeit nicht erwünscht waren. Bei ihrer Forschung stieß sie auf bahnbrechende Erkenntnisse, die unsere Welt veränderten.
Lise Meitner wurde in Amerika als „Woman of the Year“ gefeiert und bekam trotz 46 Nominierungen doch nie den Nobelpreis. Stattdessen wurde ihre Arbeit zum Teil ihrem Kollegen Otto Hahn zugesprochen.

Bettina Schinko nimmt uns in ihrem Solo-Abend als Lise Meitner mit auf eine Zeitreise: Von Wien im Jahr 1901 über Berlin, Stockholm und Washington ins Nachkriegseuropa. Ihre Liebe zur Physik hat Professor Meitner diesen Kurs einschlagen lassen. Politik und Krieg brachten sie nicht davon ab, bis an ihr Lebensende nach dem Warum zu fragen und die Welt in ihrem innersten Kern verstehen zu wollen. Eine Verfilmung ihres Lebens lehnte Lise Meitner einst aus Bescheidenheit ab – jetzt kommt ihr Leben in Berlin auf die Bühne.

Bettina Schinko subsumiert das Leben der Ausnahmephysikerin in dem Solo-Stück in sanftem Wiener Dialekt. Sie entblättert die Persönlichkeit, zeigt Lise Meitner in verschiedenen Lebensphasen. Dabei geht es nicht darum, komplexe physikalische Zusammenhänge aufzuzeigen, sondern dem Menschen Lise Meitner näher zu kommen – dem Konflikt zwischen ihrer Neugierde und ihrer Verantwortung als Wegbereiterin der Atombombe wider Willen.
Das Publikum erlebt eine kompakte Inszenierung mit überraschenden Wechseln und tiefgängigen Erkenntnissen, die die Physikerin Lise Meitner lebendig werden lässt.

Bettina Schinko – Schauspielerin
Bettina Schinko verbrachte ihre Anfängerjahre am Landestheater Tübingen, spielte an der Theaterei Herrlingen die Salome von Oscar Wilde, an der katakombe Frankfurt/M. den „Lenz“ von Büchner und am Theater Zeitz die Minna in Lessings „Minna von Barnhelm“. Im Tourneetheater von Ellen Schwiers war sie an der Seite von Anja Kling in „Hedda GabIer“ zu sehen. In der TV-Serie „FabriXX“ übernahm sie die Rolle der Mutter Maric.
Seit 1998 unterrichtet sie Sprechen und Präsentieren. Im Mai 2011 gründet sie die sprechbar in berlin. Jetzt ist sie wieder auf den Brettern, die ihr die Welt bedeuten, zu sehen.

Bettina Lohmeyer – Regisseurin
Bettina Lohmeyer hat als Schauspielerin mit ihrem in New York entwickelten Solostück „Bette Davis: Fasten Your Seatbelts!“ einen Maßstab gesetzt. Seit über 20 Jahre arbeitet sie mit Susan Batson zusammen und ist in Deutschland die erste Wahl für Schauspielcoaching nach der Susan-Batson-Methode. Der Soloabend „Lise Meitner – Genie im Schatten der Nobelpreisträger“ wurde nach dieser Methode entwickelt. Als Regisseurin hat sich Bettina Lohmeyer mit der Reihe „Hollywood in Berlin“ (Soloabende über Marilyn Monroe, Truman Capote und Sean Penn) einen Namen gemacht.

Schauspiel: Bettina Schinko
Regie: Bettina Lohmeyer
Regieassistenz: Stephanie Manz
Musik: Carlos Prado
Bühne: Bettina Schinko & Fred Rupp
Fachberatung Physik: Dr. Christine Wassilew, Martin Wähmer
Kostümberatung: Anne Becker

Eintritt: 18 €, erm. 12 €

Vorstellungen:
Sa 13.08. – 20.00 Uhr
So 14.08. – 20.00 Uhr
Fr 19.08. – 20.00 Uhr
Sa 20.08. – 20.00 Uhr
So 21.08. – 20.00 Uhr

Homepage: bettinaschinko.de

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