Ich bin’s nicht, Wladimir Putin ist es gewesen

Ein Dokumentar-Theaterstück

6 Szenen, 5 Schauspieler:innen, 4 Themen: Propaganda, Gewalt, Angst, Konformismus. Das Theaterstück sucht nach Antworten: Wie wurde Putins Krieg zum Krieg des russischen Volkes? Was hat die russischen Bürger:innen dazu bewegt, den Kampf gegen die Ukraine zu befürworten? Hat Russland endgültig die demokratischen Werte verloren? Eine Kombination aus Doku und Fiktion beleuchtet schmerzhafte und hochaktuelle Themen.

Berliner Künstler:innen mit russischem Hintergrund spielen ein Theaterstück, in dem die persönliche und kollektive Verantwortung von Bürger:innen für die Geschehnisse in ihrem Herkunftsland untersucht wird. Das Stück basiert sowohl auf dokumentarischem Material (Interviews, Publikationen, Social Media, Videos usw.) aus Russland, als auch auf dramaturgischen Texten.

Mehr als 20 Jahre lang beobachten wir die Geschehnisse in Russland mit gemischten Gefühlen und wechselhafter Haltung, doch die Kreml-Propaganda-Maschine übt an der russischen Bevölkerung die aggressive Gehirnwäsche aus und die Protagonist:innen des Stücks rutschen allmählich nach rechts. Auf künstlerische Weise wird der Prozess der Entstehung von Meinungen vor allem im sogenannten „einfachen Volk“ untersucht.

Es ist der „kleine Mann“, der im Mittelpunkt der Handlung steht: Wie geschah die allmähliche Verwandlung von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten in eine graue Masse, die lautstark oder stillschweigend heute im 21.Jahrhundert eine Diktatur mitgestaltet? Jede:r von Protagonist:innen hat einen Grund, sich nicht gegen den Krieg zu positionieren und jede:r erlebt ihre/seine Grenzsituation. Sie handeln gegen das eigene Gewissen, gehen konform oder haben eine Höllenangst. Warum? Vielleicht wird dieses Rätsel gemeinsam mit dem Publikum gelöst!

Vor allem heute wird ein solcher Theaterabend unmittelbar zum Zeitdokument, und in Zeiten der verzerrten Realität wird ein Dokument zum Teil des Spiels. Die Darsteller:innen sind sich dessen bewusst, dass die täglichen Veränderungen in der Politik und Gesellschaft, sowohl eine Veränderung in ihrem Spiel als auch eine Veränderung in der Wahrnehmung des Publikums bedeuten.

Regie: Grigory Kofman
Idee & Dramaturgie: Grigory Kofman, Maria Zharkova, Vladimir Reznik
Übersetzung: Alexander Schulz
Bühne & Kostüme: Teresa Monfared
Licht & Ton: Alexander Kurockin
Musik: M.P. (Komponist aus St.Petersburg)
PR: Anna Andrievskaya
Plakatdesign: Dimitri Wasserblaj
Bühnenkampf: Wolfgang Hoffmann
Mit: Irina Fedorova, Grigory Kofman, Eugen Knecht, Alexander Schulz, Maria Zharkova
Videomaterial u.a. aus dem Film “Onkel Putin” von Igor Eydman

Eintritt: 18 €, ermäßigt 12 €

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
im Rahmen von NEUSTART KULTUR,
mit Unterstützung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin / Projekt „Impuls“
und Kulturinitiative Förderverband gGmbH“

Vorstellungen:
Freitag, 14.10.2022, 20.00 Uhr (Premiere)
Samstag, 15.10.2022, 20.00 Uhr

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